Mai
13

Kommenden Mittwoch den 15.5. ab 19:00 Uhr veranstaltet die FSI einen Solitresen.

Die Einnahmen gehen an “Solidarität mit Tim” und werden vollständig an den Netzwerk Selbsthilfe e.V. gespendet.

Tim engagierte sich bei den Anti-Nazi-Protesten 2011. Ihm wird vorgeworfen eine Megafon-Durchsage mit den Worten “Kommt nach vorne” getätigt zu haben. Dies bedeutet für die sächsische Staatsanwaltschaft „Rädelsführerschaft bei besonders schwerem Landfriedensbruch”. Tim wurde trotz widersprüchlicher Aussagen zu  22 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Dieser politisch motivierten Kriminalisierung antifaschistischer Arbeit wollen wir unsere Solidarität entgegensetzen.

Also kommt ab 19:00 in die M29 in der Malmöer Straße 29  (S Bahnhof Schöhnhauser Allee)

Apr
29

SoFa Plakat

Wir fahren auf Sommerfahrt! Wer kommt mit? Und zwar nach Wernsdorf bei Königs Wusterhausen am Südost-Zipfel von Berlin. Ihr seid hiermit herzlich eingeladen, mitzukommen. Der ganze Spaß kostet pro Person 20€.

Es gibt ein Kennenlerntreffen am kommenden Montag, den 29.4., um 19:45 bei dem ihr euch anmelden könnt, wir organisatorische Fragen klären, und wo es wohl auch was zu trinken geben wird. Stattfinden wird das im Projektraum h48 in der Hermannstr. 48, 12049, im Hinterhof versteckt. Siehe hier.

Die Fahrt geht vom 8. bis zum 11. Mai (Mittwochnachmittag bis Samstagvormittag).

Verpflegung ist im Preis inbegriffen.

Wenn ihr noch ein besonderes Talent habt (Kartentricks, Karikaturen zeichnen, rückwärts einparken, … ), dürft ihr euch bis dahin auch gerne einen Workshop dazu ausdenken, denn unser Tagesprogramm soll möglichst bunt mit verschiedensten Kursen gefüllt sein, damit jeder was von der Fahrt mit nach Hause nimmt. (Im Falle von einem Bierbraukurs, den es offenbar geben wird, sogar wortwörtlich.) Badesachen nicht vegessen!

Anmelden könnt ihr euch (und, falls vorhanden, auch gerne Freunde) auf dem Vortreffen oder bei der FSI Info (im Keller der Takustr. 9). Der Platz ist euch sicher, wenn ihr auch bezahlt habt. Da wir nur eine beschränkte Anzahl an Plätze haben, gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Wir freuen uns auf euch!

Apr
12

Mittlerweile dürften vielen das Dilemma der Mieterhöhungen und einhergehender Verdrängung schon am eigenen Leibe miterlebt haben. Quer über die Stadt verteilt wird unter dem Begriff Gentrifizierung öffentlich darüber diskutiert. Da die Verdrängung aber nicht auf endlose Debatten wartet, stellt sich seit geraumer Zeit das Bündnis Zwangsräumung Verhindern den Erfüllungshelfern der Immobilienhaie hier in Form von Polizei und Gericht entgegen. So versuchten mehr als 100 Menschen die Zwangsräumung von Rosemarie Fliess am 9.April zu verhindern. Leider ohne Erfolg. Rosemarie Fliess ist nun zwei Tage nach der fragwürdigen Zwangsräumung in der Wärmestube Wärme mit Herz gestorben.

Info: Am 11. April 2013 ist Rosemarie Fliess im Alter von 67 Jahren verstorben. Zwei Tage zuvor wurde sie aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt. Seitdem fand sie vorläufig Unterkunft in einer Wohngemeinschaft und zuletzt in einer Wärmestube. Das Bündnis Zwangsräumung verhindern ist traurig, schockiert, fassungslos und wütend.

Die Zwangsräumung entzog Rosemarie Fliess ihre Lebensgrundlage. Die Räumung wurde vollzogen, trotz eines ärztlichen Attests, welches ihr die Unzumutbarkeit einer Räumung bescheinigte. Damit wurde ihr Tod zumindest billigend in Kauf genommen. Die Eigentümerin bestand trotz Mietübernahmeerklärung des Sozialamtes auf Herausgabe der Wohnung. (…)

Heute am 12. April, um 18:00 findet hierzu eine  Trauerkundgebung in der Aroser Allee 92 (Reinickendorf) statt.

Mehr Infos unter:

Mrz
30

Besprechungspunkt „iTunes U“. Die kritischen Anfragen im Akademischen Senat z.B. hinsichtlich der Vertragsbedingungen und rechtlichen Aspekte kann der Kanzler „nicht souverän“ (MdA Delius) antworten. Schon vorher verstrickte sich die Unileitung in Widersprüchen zur Exklusivität der Inhalte, nun werden die Fragen nicht wie gefordert direkt beantwortet, sondern schriftlich nachgereicht. Was das heißt, ist den studentischen Mitgliedern des ehrwürdigen Gremiums bekannt: Seit einem Jahr stehen noch schriftliche Beantwortungen von Anfragen aus. Naja, dafür können die dann umso leichter von der Presse verarbeitet werden. Eine weitere lustig Aussage: »iTunes war gestern« (Raúl Rojas).
Es bleiben noch viele offene Fragen: Wie sieht es eigentlich mit der Langzeitarchivierung aus? Irgendwelche Garantien? Urheberrechte und AGBs? Datenmigration unmöglich?

Wie es nach den Anfragen zum Thema Apple-Vertrag während der letzten Sitzung des Akademischen Senats weitergeht, kann hier noch nicht gesagt sein. Doch hier ein Versuch des Rückblicks auf Medienberichte zur Affäre „Digitale Vorlesungen nur über iTunes“.

Über das Für und Wider und die Hintergründe sollen die folgenden Verlinkungen zu Wort kommen. Dass es so viele werden, hätten manche anfangs bestimmt nicht erwartet. War es doch eher verwunderlich, was dem Präsidium wieder für neue Scheiße eingefallen ist. Also den Windmühlenkampf verlassen und woanders wichtigere Prioritäten setzen.
Doch manche haben reingehauen, dieses Schreiben publik gemacht und langsam diese Welle verursacht (bestimmt gab es noch mehr):

  • 06.03.2013 Netzpolitik »Kein Open Education aber iTunes U: E-Learning-Strategien deutscher Universitäten
  • 13.3.2013 Golem »Lehrinhalte nur über iTunes«
  • 13.03.2013 taz/digitaz »Nicht ohne meinen Apfel«
  • 13.03.2013 Tagesspiegel »Fesselt sich die FU an Apple?«
  • 13.03.2013 Mail von Boris Kraut »Grundfragen Multimedialen Lehrens und Lernens (GML) vs. iTunes U«
  • 14.03.2013 TagesWEBschau »Vorlesungen der FU Berlin bei iTunes U«
  • 14.03.2013 Anatol Stefanowitsch »<strike>Freie</strike> iTunes Universität Berlin?«
  • 14.03.2013 FU Berlin »Erklärung zum geplanten Einsatz von iTunes U an der Freien Universität Berlin – Missverständliche Darstellungen in Medien«
  • 15.03.2013 Anatol Stefanowitsch »iTunes U und die Freie Universität: Keine Entwarnung«
  • 15.03.2013 taz »Hochschule kooperiert mit Apple: Exklusives Datengeschenk«
  • 15.03.2013 AStA FU »„F“U-Kanzler Lange in Erklärungsnot: „Freie“ Universität täuscht offenbar bei der exklusiven Kooperation mit Apple Medien und Öffentlichkeit«
  • 18.03.2013 Deutschlandfunk »Studierende fühlen sich veräppelt«
  • 18.03.2013 Netzpolitik »Digitale Lehrinhalte nur bei iTunes U? FU Berlin rudert zurück [Update]«
  • 25.03.2013 cspannagel »Gastbeitrag: Alternative zu iTunes U und Co.«

Gerade hängt es also etwas in der Luft, wie es weitergeht. Der Alleingang der Unileitung war ein Kurzschluss im Anblick des Reichtums, Ruhms und der werbungsgefolgten Hippness des Apple-Konzerns. Die ersten fachbereichtsinternen studentischen Meinungskundgebungen wurden durch Jochen Schiller mit diesen Argumenten beantwortet:

1. Wird es immer Systeme geben, die auf der einen und nicht auf der
anderen Plattform verfügbar sind
2. iTunes läuft unter Linux, gibt es genügend Hinweise, wie das geht
3. Flash läuft nicht auf meinem Tablet, ja so ist das eben – es gibt
genügend workarounds – darf die Uni nun keine Flash-Inhalte anbieten?
Campus Management läuft nicht sauber auf meinem Handy bzw. Tablet,
Blackboard ebenso wenig…
4. iTunesU ist EINE weitere MÖGLICHE Verbreitungsvariante für Inhalte -
nicht DIE offizielle, EINZIGE Plattform (hier wird weiterhin zB blackboard
eingesetzt, welche das unsichere Java verwendet, welches propritär von
einer Firma Oracle mehr schlecht als recht weiterentwickelt/gefixt wird)
5. Weitere Plattformen werden zu gegebener Zeit sicher auch diskutiert -
allerdings gibt es derzeit keine _wirklichen_ Alternativen (einfach einmal
schauen, was andere Unis so machen).

Doch die vielfältigen Berichte geben der Kritik Recht; bringen den Fokus auch auf die Thematik Open Access. Vermehrt schloss sich die FU dem Open-Acess-Standpunkt an (Berliner Erklärung zum Open-Access), kapiert hat es die Leitung anscheinend immer noch nicht. Aber die Erwartungshaltung, dass alle Leute halt Windows/MacOS kaufen müssen, wenn sie ihr Studium ernst nehmen wollen, passt schön zur Exzellenzuni.

Was bleibt zu wünschen? Wie wäre es mit der Verwendung der Lösung Opencast Matterhorn (Open Source), die sowohl den Produktionsprozess einbeschließt als auch eine Auslieferung an YouTube und iTunes U ermöglicht. Wenn die CeDiS selbst Open Access Journals hostet, warum dann nicht auch Videos? Besser als Millionen für SAP-brokenware zu verschwenden oder mit Apple ein US-Unternehmen zu beauftragen. Die Patentfrage für z.B. H.264 steht ab 2016 auch wieder im Raum. Viele Unis benutzen auch eigene mehr oder weniger schicke Platformen, teilweise mit HTML5-Playern, oder schlossen sich edX, Open Courseware oder Coursera an.

Mrz
22

Nach mehreren erfolgreichen Versuchen die Abstimmung über die neue Rahmenstudien- und Prüfungsordnung (RSPO) im Akademischen Senat (AS) zu verhindern, wurde sie unter Protest von Studierenden am 20.3.2013 im AS beschlossen. Ein Alternativvorschlag durfte zwar vorgestellt werden, wurde aber nicht diskutiert.

Die Interessen der Studierenden wurden mal wieder mit Füßen getreten, was die Unileitung zumindest bei der AS-Sitzungen am 13.2. nicht nur im übertragenen Sinne tolerierte.¹

Doch noch ist nicht aller Tage Abend. Der AStA FU und ein AS-Mitglied prüfen rechtliche Schritte um die RSPO doch noch zu verhindern.

Pressemitteilung des AStA FU:
http://www.astafu.de/content/akademischer-senat-der-fu-beschlie%C3%9Ft-rspo-%E2%80%93-studierende-pr%C3%BCfen-rechtliche-schritte

 

¹ https://www.astafu.de/content/akademischer-senat-flieht-nach-teltow-sicherheitsdienst-verpr%C3%BCgelt-studierende

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