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Jun
28

Seit mittlerweile vier Tagen sind Teile Kreuzbergs nun schon von einer Polizeiübermacht von der Außenwelt abgeriegelt. Grund hierfür war die Entscheidung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, die seit mittlerweile fast zwei Jahren durch Refugees besetzte Schule in der Ohlauer Str. zu räumen. Am Montag “halfen” 900 u.a. schwer bewaffnete Polizeikräfte [1] beim sogenannten “freiwilligen” Umzug [2].

An der zum Teil prekären Verhältnissen in der Schule besteht kein Zweifel (Keine oder nicht funktionierenden Sanitäranlagen, 20-30 Menschen teilten sich einen Schlafraum oder u.a. erhebliche interne Konflikte), dennoch ist fraglich wozu bei einem “freiwilligen” Umzug ein ganzer Stadteil abgesperrt wird und die Refugees von der Außenwelt isoliert werden. Eine Gruppe von mehr als 40 Menschen hat sich im Zuge der Polizeiaktion auf das Dach begeben und möchte die Schule nicht verlassen. Grund hierfür ist das große Misstrauen gegenüber der Politik. Der Wortbruch [3] des Senats beim sogenannten Ohlauer-Papier ist nur ein Beispiel von vielen. Die Besetzer_innen fordern ein Bleiberecht für alle Menschen in der Gerhart-Hauptmann-Schule [4] und würden im Zuge dessen die Schule freiwillig räumen. Laut Aussagen einzelner Refugees haben sie nichts mehr zu verlieren und würden im Falle einer gewaltsamen Räumung vom Dach springen.

Heute gibt es um 16:00 vom Hermannplatz eine Demonstration um Solidarität mit den Refugees von der Gerhart-Hauptmann-Schule zu zeigen!

Anzumerken sei, dass bis heute der Presse der Zugang zum Gebäude verwehrt wird. Begründet wird dies durch Bezirksstadbaurat Panhoff (Grüne) mit “Wir brauchen hier und heute keine Presse” [5] sowie die unübersichtliche Gefahrensituation in der Schule. Das Vorgehen des Bezirks wird unter anderem vom deutschen Journalisten-Verband kritisiert [6] und beschäftigt mittlerweile auch das Berliner Verwaltungsgericht [7].

[1] Anfrage von MdL Katharina König bzgl schwer bewaffneter thüringer Polizisten in Berlin
[2] rbb.de – Flüchtlinge wollen nicht weichen
[3] RAV Pressemitteilung: Wortbruch gegenüber den Flüchtlingen vom Oranienplatz!
Auch eine Minimalzusage ist eine Zusage

[4] Statement der Besetzer_innen
[5] vice.de – Grüne versuchen, die letzten Flüchtlinge durch Polizeibelagerung zu zermürben
[6] Kreuzhainer.de – Kritik an Aussperren von Journalisten aus Schule
[7] taz.de – taz geht gegen Presseausschluss vor

Jun
12

An Mahmud Azhar erinnert sich an der Freien Universität heute fast niemand mehr. Vor 24 Jahren, am 07. Januar 1990 wurde der in Pakistan geborene FU-Student Opfer eines gewaltsamen, rassistischen Übergriffs auf dem Campus dieser Hochschule. Er verstarb zwei Monate später am 05. März 1990 an den unmittelbaren Folgen seiner erlittenen Verletzungen. Ein Gedenken an Mahmud Azhar findet weder an dieser Universität noch anderswo in Deutschland statt. Es besteht eine unabdingbare Notwendigkeit das zu ändern und den unerträglichen Zuständen, die dieses Vergessen möglich gemacht haben, offensiv zu begegnen.

Dieser Artikel schafft es nicht, viel über das Leben Mahmud Azhars zu erzählen. Vielmehr wird auf Grundlage von Archivmaterialien über den rassistischen Mord an ihm und den darauffolgenden öffentlichen und universitären Reaktionen, über die Initiativen und den Gerichtsprozess gegen den Täter berichtet. Das ist unter anderem deshalb problematisch, weil über den Menschen Mahmud Azhar nur anhand des rassistischen Angriffs auf ihn selbst geschrieben wird.

Continue reading “Remember Mahmud Azhar!”

Mai
27

Liebe Studis!

Das Vortreffen, indem diverse Dinge besprochen wurden, fand heute statt.

Abreise

Wie schon erwähnt, findet die Sommerfahrt in Wernsdorf statt. Genauer gesagt im Tagungshaus Wernsdorf. Die exakten Adressdaten Anfahrtsbeschreibung findet ihr auf dieser Seite:

http://www.tagungshaus-wernsdorf.de/kontakt.htm

Weil es lustiger ist, zusammen mit Menschen zum Ort zu kommen, wurden und werden verschiedene Fahrgruppen gebildet, die zu verschiedenen Zeiten mit verschiedenenen Mittel (Fahrrard, ÖPV) an verschiedenen Orten abreisen werden.

Fahrgruppen

Für die entsprechenden Handynummern der Menschen, die die Fahrgruppen anbieten, fragt am Besten im FSI-Raum oder schaut auf die FSI-Mailingliste.

Fahrgruppe 1

17 Uhr am Heidelberger Platz
Wir fahren mit der S46 um 17.09Uhr vom Heidelbergerplatz los,
Richtung Königswusterhausen.
Die Bahn ist um 17.22Uhr am S-Bahnhof Neuköln.
Da kann man zusteigen.
Ich bin in dem ersten (vordersten) Wagon.

Fahrgruppe 2

21 Uhr am S-Bahnhof Neukölln.
Treffpunkt mittig auf dem Gleis.
Wer zu spät kommt bitte melden.

Fahrgruppe 3

15:00 Dahlem Dorf. Ich fahre um Punkt 15:01 Dahlem Dorf los
(bitte rechtzeitig vorher Anruf oder SMS, wer mit will.
Um 15:30 Uhr kann man am Ostkreuz zur Gruppe dazu stoßen
(bitteebenfalls vorher anrufen/smsn). Am besten warten diese
Menschen auf dem Gleis der S3 Richtung Erkner.

Fahrgruppe 4

18 Uhr Fahrradgruppe, Startpunkt S Neukölln. Weglänge 25km.
Wir treffen uns vorm Eingang an der Kreuzung
Die Gruppe fährt auch bei Regen, bei Gewitter aber nicht
unbedingt.

Wenn für euch nichts dabei ist, dann könnt ihr auch gerne selbstständig
anreisen.

Tagungshaus Wernsdorf
Neu Zittauer Straße 10
15713 Wernsdorf

http://www.openstreetmap.org/?mlat=52.37365&mlon=13.71106#map=19/52.37365/13.71106&layers=N

Die Bushaltestelle heißt Wernsdorf Schleuse. Busfahrer beim
Einsteigen Bescheid sagen, Wernsdorf Schleuse ist eine
Bedarfshaltestelle!

Essen

Das Essen ist veganisch und beim Frühstück auch vegetarisch und wird bestimmt sehr lecker sein :)

Workshops

Auf der Sommerfahrt werden verschiedene interessante und lustige Workshops angeboten, die es sicherlich Wert sind zu besuchen. Einige Workshops zu Themen wie Backen, Kritische Informatik, Theater, Sexualität, Hochschulpolitik, uvm. wurden schon angekündigt. Kommen lohnt sich also!

Freundliche Sommerfahrt mit freundschaftlichem Miteinander

Die Sommerfahrt ist u.a. dazu da, dass sich die Studis kennen lernen und Spaß haben. Obwohl für alkoholische Getränke gesorgt wird, deren Dosierung an sich selbst grundsätzlich jedem Menschen freigestellt sein sollte, ist die Sommerfahrt keine Saufveranstaltung. Grundsätzlich sollten alle Spaß haben. Achtet darauf! Falls es zu Konflikten wie z. B. Diskriminierungen kommt, sollten diese angegangen werden. Hierzu haben sich einige Studis bereit erklärt auf der Sommerfahrt nüchtern Konflikte zu lösen.

 

Also: Seid dabei und habt viel Spaß auf der diesjährigen Sommerfahrt!

Mai
21

Die Geflüchteten

Seit 1-2 Wochen hat eine aus den Lagern in Sachsen-Anhalt geflohene Gruppe von Refugees versucht für ihre Asylbelange zu demonstrieren. Es schien aussichtslos das für Sie in Sachsen-Anhalt ihre Situation um ihre Asylanträge verbessern könnte. Nach Hunger- und Durststreiks um den Alexanderplatz, haben die Menschen seit einigen Tagen vor der Gedächniskirche um Kirchenasyl gebeten. Nachdem die evangelische Kirche – anders als in Hamburg – dem nicht nachgekommen ist, hielten sie bis gestern eine genehmigte Mahnwache vor der Kirche ab. Der Senat hatte bis dato intern geklärt, dass eine Räumung nicht durchgeführt und das Versammlungsrecht der Demonstrierenden ernst genommen wird. Scheinbar hat Innensenator Henkel oder andere Verantwortliche nun auf eigene Faust ein Exzempel in Law & Order-Manier statuieren wollen und lies die Refugees wegen möglicher Residenzpflichtsverletzung zur Identititätsfeststellung verhaften. Angesicht der kommenden Europawahl wohl kein Zufall. Nach dieser wurden ein Großteil der Gruppe nach Sachsen-Anhalt deportiert und sitzt seitdem in erneuter Lagerisolation. Ein Aktivist scheint sogar von einer akuten Abschiebung bedroht zu sein und wurde von dem Rest der Gruppe getrennt. Er sitzt seitdem in einem Abschiebeknast. Diese inhumane Politik muss ein Ende haben!

Gegen jene unmenschliche Praxis von Polizei und Politik gibt es heute (21.05) eine Demonstration am Heinrichplatz um 21:00. Zeigt euch solidarisch und kommt vorbei um dieser Asylpolitik eure Meinung zu zeigen!

Mehr Infos auf:

Mai
20

Unruhig wird schon auf den Sitzen im Vorlesungssaal rumgeruscht,
wann kommt sie endlich, die Sommerfahrt?!

Nach einem Jahr Wartezeit ist es nun wieder soweit, es geht nach Wernsdorf
bei Königs Wusterhausen am Südost-Zipfel von Berlin. In der Sommerfahrt 2011
als das lokale Woodstock angekündigt, wollen wir auch dieses Jahr dem in nichts
nachstehen, ca. drei Tage Spiel und Spaß, vielfältige Workshops, selbstgemachtes
Essen, im See Baden gehen und am Lagerfeuer die Sterne beobachten.

Wer? FSI Psychologie, Mathe und Informatik
Wo? Tagungshaus Wernsdorf
Wann? Mi 28.5. – Sa 31.5. (Himmelfahrtswochenende)
Kosten? 25€ für alle Tage, 10€ für einen Tag, 20€ für zwei Tage. Verpflegung inkl. außer sowas wie Bier
Was soll ich mitnehmen? Badesachen, Bettzeug/Schlafsack, Sportsachen, wer Zelten möchte nimmt Zelt mit

Kommt bitte alle zum Vortreffen, um Dinge wie z.B. An- und Abreise, Essen, Allergien, spezielle Wünsche, etc. zu klären.

Vortreffen: Montag, 26.5. 18 Uhr im Theaterhof der FU – sagt anderen Bescheid!

Anmelden könnt ihr euch im FSI-Raum bei Dario und Marl oder einfach FSI-Menschen anfragen.

Ach ja, es herrscht während der Fahrt Laptopverbot. Wer sich traut, lässt auch das Smartphone zuhause. Damit sind gute Voraussetzungen für ein soziales Miteinander gegeben.

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