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Nov
11

Liebe Alle,

mitten in den einwöchigen »Global Education Strike« und die »Global
Education Week« sowie auf den Tag des Generalstreiks in Südeuropa – bei
dem es nicht zuletzt um Bildungsfragen geht – fällt passend unsere

Vollversammlung der FU-Studierenden am

Mittwoch, den 14.11. ab 12 Uhr (Hörsaal 1a, Silberlaube/Habelschwerdter Allee 45)

und die für den gleichen Nachmittag im Henry-Ford-Bau angesetzte Sitzung
des Akademischen Senats (ab 15 Uhr), bei der die Rahmenstudien- und
-prüfungsordnung (RSPO) als Beschlusspunkt auf der Tagesordnung steht.

Falls ihr Facebook nutzt, teilt euren Freund_innen bitte eure Teilnahme an
der VV mit:
http://www.facebook.com/events/350789028351032/ – und ladet sie am besten
direkt dazu ein.

Allen anderen gebt die frohe Botschaft bitte auf anderem Wege weiter! Nur
gemeinsam können wir etwas erreichen.

Wie immer gilt: Während der VV kann euch niemand zur Anwesenheit in
Lehrveranstaltungen zwingen!
Die VV ist das höchste Organ studentischer Selbstverwaltung, durch eure
Teilnahme dürfen euch keine Nachteile im Studium entstehen (vgl. Berliner
Hochschulgesetz § 19, § 44 (2)).

—————
Ohne die größeren Zusammenhänge, in denen ganz grundlegender
Bildungsprotest 2012 nach wie vor notwendig ist, aus dem Auge verlieren zu
wollen – hier noch einmal die Zusammenfassung unserer Forderungen in Bezug
auf die RSPO:

1. Keine Beschränkung der möglichen Prüfungswiederholungen

Für die vorgesehene Beschränkung auf 2-3 Wiederholungen gibt es keine
Begründung. Seit Jahren gibt es in den meisten Fächern keine Beschränkung,
ohne, dass deshalb Prüfungen nicht ernst genommen würden. Nach dem letzten
gescheiterten Prüfungsversuch folgt die Zwangsexmatrikulation und das Fach
kann bundesweit nicht wieder studiert werden.

2. Keine Zwangsauflagen und -exmatrikulation für Studierende

Entgegen der Regelung im Berliner Hochschulgesetz würden nach aktuellem
Stand Zwangsberatung und -exmatrikulation zwar nicht durch die RSPO, aber
durch die weiter geltende Satzung für Studienangelegenheiten (SfS) weiter
praktiziert werden.

3. Keine Anwesenheitspflicht

Das Präsidium behauptet, Anwesenheitspflicht sei nur in begründeten
Ausnahmefällen vorgesehen – die RSPO würde aber zur flächendeckenden
(Wieder-)Einführung und weiteren Verschulung des Studiums führen.

4. Studentische Lebensrealitäten anerkennen – Teilzeitstudium jetzt!

Die Weigerung des Präsidiums, geltendes Recht umzusetzen (die FU muss ein
Teilzeitstudium anbieten), schikaniert unnötig insb. ohnehin sozial
Benachteiligte, die aus diversen Gründen (Kinder, Arbeit, Krankheit, …)
nicht in Vollzeit studieren können.

5. Recht auf Fertigstellung von Abschlussarbeiten

Die RSPO begrenzt die Verlängerung von Bearbeitungsfristen im
Krankheitsfall auf max. 33% (4 Wo. bei einer Bachelorarbeit) – danach
müsste eine komplett neue Arbeit angefertigt werden. Das benachteiligt
insbesondere chronisch Kranke, aber z.B. auch Unfallopfer.

6. 25 statt 30 Arbeitsstunden pro Leistungspunkt

Das Gesetz lässt für die Leistungspunktbemessung einen Spielraum von
25-30 Std. pro LP – 25 statt wie bisher 30 wäre eine erhebliche
Erleichterung im gesamten Studium.

7. Prüfungs- und notenfreier Anteil von 25% des Studiums – individuell
wählbar

Statt eines problematischen notenfreien ABV-Bereichs sollten Studis selbst
entscheiden können, welche Module sie notenfrei belegen möchten.

8. Studium Generale statt ABV

Freie Auswahl aus dem gesamten FU-Lehrangebot für mindestens 20% des
Studiums statt ABV – für ein selbstbestimmtes, interdisziplinäres Studium
statt Tunnelblick und Fachidiotie.

———————
Eine ausführlichere Version mit zusätzlichen relevanten Punkten sowie
allen Paragraphenreferenzen findet ihr unter:
http://tinyurl.com/rspo-kritik

Ein letztes offenes Vorbereitungstreffen findet am Dienstag (13.11.) ab 16
Uhr im Mensafoyer in der Silberlaube statt. Kommt und bringt euch ein!

Wir sehen uns noch diese Woche!

Das Bildungsprotestplenum

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