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Jun
30

Schluss, aus. Die Fachbereichsverwaltung fordert das studentische Projekt Spline bis zum 15. Juli auf, seine Räumlichkeiten zu verlassen. Die Räumlichkeiten sollen neuen Forschungsanträgen zu Gute kommen und so kommenden Drittmittelstellen weichen. Dies offenbarte der neue Studiendekan Lutz Prechelt der FSI Informatik am letzten Mittwoch in einem hastig zusammengerufenen Treffen. Damit wurden die Studierenden vor vollendete Tatsachen gestellt und ihnen keinerlei Mitspracherechte eingeräumt. Die FSI Informatik lehnt diese Pläne und auch die gewählte Kommunikationsart entschieden ab.

Durch die erschreckend geringen Ausgaben der Politik für Bildung und Forschung sind Universitäten immer mehr auf Drittmittel angewiesen. Was bei der Streichung von studentischen Räumen im Zuge von Drittmittelprojekten oft vergessen wird, ist die enorme Bedeutung dieser Räume für das Leben am Institut und den Erfolg der Studierenden. Ein Mindestmaß an studentischen Räumlichkeiten muss stets vorhanden sein. Heute der Spline-Raum, morgen der studentische Arbeitsraum und übermorgen die Rechnerräume? Studentische Räume sind keine Pufferkapazität für neue Forschungsanträge. Deswegen lehnt die FSI Informatik den Vorschlag ab, dass Spline in den neuen FSI-Raum zieht, denn ein Einzug von allen Spline-Mitgliedern und der Spline-Technik würde die Abschaffung des FSI-Raums bedeuten.

Der Spline-Raum ist bis heute einer der wenigen Orte, wo ein selbstbestimmtes, projektorientiertes Lernen möglich ist. Das gesamte WLAN des Fachbereichs wurde einst von aktiven Spline-Mitgliedern aufgebaut. Auch heute stellt Spline den Studierenden gefragte Dienste zur Verfügung. Neben Linux-Install-Partys, Löt-Projekten oder „Hack“-Sessions für neue OpenStreetMap-Projekte organisiert Spline über 33.000 Benutzer_innen in knapp 1000 aktiven Mailinglisten, hostet die Spline-Foren – in denen sich mittlerweile über 30.000 Beiträge finden – und erlaubt Fachbereichsmitgliedern ihre Softwareprojekte über dev.spline.de zu verwalten. Das Spline-Pad ist längst zum Standard am Fachbereich geworden, wenn es um die gemeinsame Erstellung von Texten geht. Übungszettel werden durch den Zettel-Dienst zentral verwaltet. Desweiteren organisiert Spline regelmäßig sogennante Spline-Talks, bei denen Studierende Vorträge über Themen der Informatik halten. Wie kann es sein, dass die Fachbereichsverwaltung diese Arbeit nicht wertschätzt?

Wir fordern hiermit den Dekan, sowie die Fachbereichsleitung auf, ihre Pläne bezüglich des Spline-Raums zu überdenken und in Zukunft die Studierenden in die Entscheidungsprozesse miteinzubinden. Die Studierenden stellen die mit Abstand größte Personengruppe an der Universität dar und sollten dementsprechend auch gehört werden.

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