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Feb
06

Studierende der Freien Universität haben erfolgreich die Sitzung des Akademischen Senats blockiert.  Nachdem die letzte AS-Sitzung von Präsident Alt mit Hilfe von drei Hunterterschaften der Polizei abgehalten wurde (siehe Stellungnahme der FSI), sah sich Vizepräsidentin Monika Schäfer-Korting heute nicht in der Lage die Sitzung zu eröffnen. Als Beschlußpunkt stand unter anderem die seit Monaten umstrittene neue Rahmenprüfungsordnung zur Debatte.

Die FSI Informatik begrüßt den Einsatz der Aktivist*innen und fordert das Präsidum auf, einen offene Dialog über die RSPO mit den Studierenden zu führen. Hierzu wäre es auch notwendig, die RSPO bei der nächsten AS-Sitzung (in schon einer Woche am 13.02 – 15:00), nicht als Beschlußpunkt in die Tagesordnungsliste aufzunehmen.

Quellen: Bildungsstreik-Protestgruppe,  taz.de/Blockade-an-der-FU-Berlin

Jan
30

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Mittwoch, den 23.1., hat das Präsidium der FU Berlin einen massiven
Polizeieinsatz zur Sicherung der Sitzung des Akademischen Senats
veranlasst.

Wir sind erschrocken und empört über diese Nachricht. Ein derartiges
Vorgehen verurteilen wir als absolut unangemessen.

Uns ist bewusst, dass es in der Diskussion um die neue Rahmenstudien- und
Prüfungsordnung (RSPO) erhebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den
im Akademischen Senat vertretenen Gruppen gibt. Wir sind uns ebenfalls
darüber im Klaren, dass in der Vergangenheit bereits eine Sitzung des
akademischen Senats durch Protestierende verhindert wurde.

Keine noch so schwierige und festgefahrene Diskussion in einem Gremium der
akademischen Selbstverwaltung rechtfertigt jedoch einen solchen Einsatz.
Gerade, dass es als notwendig empfunden wird, die Sitzung in dieser Weise
abzusichern, zeigt, dass die RSPO in ihrer aktuellen Fassung nicht
beschlussfähig ist.

Wir fordern das Präsidium zu einem fairen, demokratischen und gewaltfreien
Dialog auf, der erst endet, wenn ein Kompromiss gefunden wurde. Bitte
setzen Sie sich ernsthaft und ergebnisoffen mit den gerechtfertigten
Bedenken, die gegen den RSPO-Entwurf geäußert werden, auseinander.

mit verärgerten Grüßen
Fachschaftsinitiative Mathematik
Fachschaftsrat Bioinformatik
Fachschaftsinitiative Informatik

Jan
21

Aufruf der FSI wiwiss:

Am kommenden Mittwoch (23.01.), 15 Uhr steht in der Sitzung des Akademischen Senats im Henry-Ford-Bau (AS-Sitzungssaal im Obergeschoss) die Rahmenstudien- und -prüfungsordnung als BESCHLUSSPUNKT auf der Tagesordnung. Somit droht die RSPO am Mittwoch verabschiedet zu werden. Ein studentisches Gruppenveto könnte diesen Beschluss dann nur noch bis in den Februar aufschieben.

Daher rufen wir alle, die eine Beschränkung auf zwei Wiederholungsversuche bei Prüfungen, Anwesenheitspflicht und maximalen Prüfungs- und Leistungsdruck nicht für ideale Rahmenbedingungen für ihr Studium und das anderer Menschen halten, dazu auf, am Mittwoch in die (öffentliche!) Sitzung zu kommen und diese Position klar zu vertreten.

Zwecks kurzer studentischer Absprache möchten wir uns um 14:30 UHR VOR DEM SITZUNGSSAAL treffen.

Wir alle wissen, dass die Prüfungszeit näher rückt. Trotzdem und gerade deswegen ist es wichtig, weiterhin Druck auszuüben, damit die Prüfungsphase in Zukunft nicht von Studis auf einer kollektiven Ritalinwelle durchlebt werden muss.  Kommt alle und leitet diese Informationen weiter

Nov
15

Nach einer gut besuchten studentischen Vollversammlung mit etwa 700
Studierenden* haben etwa 300 Studierende den Henry-Ford-Bau der „Freien
Universität“ besetzt. Sie verhinderten damit eine Sitzung des Akademischen
Senats (AS) und halten gerade ein großes Plenum im Sitzungssaal ab. Das
Präsidium hat versichert, daß die Sitzung daher heute nicht stattfinden
werde. Dies ist bereits ein erster Erfolg des studentischen Protests, den
es so lange nicht gegeben hatte.

Protestiert wird dagegen, daß heute um 15.00 im AS eine neue
Rahmenstudien- und prüfungsordnung (RSPO) beschlossen werden sollte. Die
Zwangsberatung würde damit in Kraft bleiben, die Wiederholungen erstmals
FU-weit beschränkt werden und die Anwesenheitspflicht effektiv fort
geführt. Damit wird das FU-Präsidium nach wie vor in großen Teilen nicht
der studentischen Realität gerecht. Die FU ist Jahre lang ohne Flächen
deckende Prüfungsbeschränkungen ausgekommen. Nun wird mit Hochdruck und
und gegen alle studentischen Proteste ein entsprechender „Sachzwang“
suggeriert. Dies zeigt auch ein ungezähltes Mal, wohin eine nicht
vorhandene Universitäts-Demokratie führt.**

Das Präsidium weigert sich so mit seinem RSPO-Entwurf weiterhin, die
durchaus vorhandenen Spielräume des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG)
zur spürbaren Erleichterung der Studienbedingungen und Senkung der
Prüfungs- und Notenlast zu nutzen. Anstatt die sogar bestehenden
Verpflichtungen der FU zur Studienerleichterung umzusetzen, die sich
insbesondere aus § 22 Abs. 2 und 4 sowie aus § 33 Abs. 2 BerlHG ergeben,
umzusetzen, sieht das Präsidium mit den geplanten Regelungen weiterhin
studierendenfeindliche Maßnahmen vor.

Eben so soll § 13 der FU-Satzung für Studienangelegenheiten (SfS) nach
Maßgabe des Präsidiums nach Beschluß einer RSPO weiterhin gelten. Die
dortigen Zwangs-Regelungen finden auf alle FU-Studierenden Anwendung. Auch
verstößt das Präsidium mit § 9 der weiter geltenden SfS und mit § 11 Abs.
3 des RSPO-Entwurfs gegen das Berliner Hochschulgesetz, das verbindlich
ein Teilzeitstudium ermöglicht.

Jun
13

Heute wurde im Fachbereichsrat (FBR) Mathematik Informatik ohne Gegenstimme mit einer Enthaltung folgender Beschluss gefasst:

Der FBR Math/Inf beantragt, RSPO §21(3) wie folgt zu ändern:
als Satz 2 wird eingefügt:
„Abweichend davon können Prüfungsordnungen für einzelne oder alle Module auch drei Wiederholungsversuche vorsehen.“
(und im Satz 3 das Wort „zweite, “ streichen)

Dieser Beschluss wird wie folgt begründet:

Der FBR ist der Ansicht, dass der Wunsch, sich bei der Zahl der Wiederholungsversuche den anderen Berliner Universitäten anzupassen abgewogen werden muss gegen die Gefahr, dass zumindest in manchen Fächern die (Zwangs)Studienabbruchquoten ansteigen könnten.
Diese Gefahr ist in stark von Klausuren als Prüfungsform bestimmten Fächern wie den unseren klar gegeben, denn die Prüfungen treten quasi paarweise (zwei nach jeder Durchführung der Veranstaltung) auf.

Die FSI Informatik sieht grundsätzlich keinen Bedarf die Anzahl von Prüfungswiederholungen zu beschränken, aber sieht in dem Beschluss ein Entgegenkommen.