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Mai
24

An dieser Stelle möchten wir den Aufruf zur VV/Infotag weiterleiten:

An alle Mitglieder der sogenannten Freien Universität!

Die Pressemeldungen dieser Tage geben zu denken: Die TU Berlin hat in
ihrem erweiterten Akademischen Senat gerade die Viertelparität beschlossen
– Professor_innen, Studierende, wissenschaftliche und sonstige
Mitarbeiter_innen sollen in Zukunft gleichberechtigt über wesentliche
Belange der Uni entscheiden. An der „F“U dagegen stimmen die Gremien mit
absoluter professoraler Mehrheit rigoros gegen studentische Interessen ab,
wie zuletzt prominent im Falle der Rahmenstudien- und -prüfungsordnung
(RSPO). Das Unipräsidium ist im wahrsten Sinne des Wortes außer Kontrolle:
Fünf Millionen Euro aus dem knappen Etat in einer Partnerschaft mit einem
Privatunternehmen für gebührenpflichtige Weiterbildungsstudiengänge
versenkt (in allen Tageszeitungen letzter Woche nachzulesen), während an
der Uni mittlerweile schon Studierende, die wie im Unialltag üblich
politische Flugblätter verteilen, rausgeworfen und mit Polizeieinsätzen
bedroht werden. Studis, die eigentlich öffentliche Gremiensitzungen
besuchen wollen, sehen sich schon mal mit prügellustigen Wachschützern aus
dem Türstehermilieu konfrontiert. Das Präsidium stellt die gewählten
Gremien häufig im Namen der „Wettbewerbsfähigkeit“ vor vollendete
Tatsachen (z.B. bei der Bewerbung zur Exzellenzinitiative), beantwortet
Anfragen von Gremienmitgliedern regelmäßig monatelang nicht und behindert
so die Arbeit der Gremien.

Diese Verhältnisse sind nicht länger tragbar. Das autoritäre
„Wissenschaftsmanagement“ der „unternehmerischsten Hochschule
Deutschlands“ (Magazin „karriere“ 2006) gilt es durch eine gründliche
Demokratisierung zu überwinden.

In den nächsten Wochen werden wichtige Weichen gestellt: Wird ein
transparentes und partizipatives Verfahren zur Erarbeitung einer
demokratischen Grundordnung – längst vorgesehen durch das Berliner
Hochschulgesetz, aber an der „F“U nie umgesetzt – eingeleitet oder geht
die Hinterzimmerpolitik weiter?

Wir möchten über diese Zustände, Entwicklungen und Chancen informieren und
gemeinsam an kreativen Lösungen arbeiten. Daher steht der 28. Mai
(Dienstag) im Zeichen unseres Frusts und unserer Ideen.

Wir laden alle Interessierten ein:
– 14 Uhr studentische Vollversammlung im Hörsaal 1a
– im Anschluss ab ca. 15:30 Uhr Workshops & Gruppendiskussionen (zu Themen
wie Grundordnung, Hochschulpolitik-Einführung, Genderfragen an der Uni,
kreativer Protest etc. – immer für spontane eigene Themen offen!)
– ab 15:30 Uhr nebenbei Essen (Volxküche)
– ab 18 Uhr Party mit Livemusik (bei gutem Wetter im Theaterinnenhof der
Silber-/Rostlaube)

WICHTIG: Während einer Vollversammlung herrscht keine Anwesenheitspflicht
in Lehrveranstaltungen! (vgl. Berliner Hochschulgesetz § 44 Abs. 2 Satz 1:
„Die Hochschulmitglieder dürfen wegen ihrer Tätigkeit in der
Selbstverwaltung nicht benachteiligt werden.“)

Allerherzlichst,
die Vorbereitungsgruppe

– alle Informationen unter http://www.bildungsprotestFU.net –

Mrz
30

Update: Es gab jetzt sogar die Antwort.

Besprechungspunkt „iTunes U“. Die kritischen Anfragen im Akademischen Senat z.B. hinsichtlich der Vertragsbedingungen und rechtlichen Aspekte kann der Kanzler „nicht souverän“ (MdA Delius) antworten. Schon vorher verstrickte sich die Unileitung in Widersprüchen zur Exklusivität der Inhalte, nun werden die Fragen nicht wie gefordert direkt beantwortet, sondern schriftlich nachgereicht. Was das heißt, ist den studentischen Mitgliedern des ehrwürdigen Gremiums bekannt: Seit einem Jahr stehen noch schriftliche Beantwortungen von Anfragen aus. Naja, dafür können die dann umso leichter von der Presse verarbeitet werden. Eine weitere lustig Aussage: »iTunes war gestern« (Raúl Rojas).
Es bleiben noch viele offene Fragen: Wie sieht es eigentlich mit der Langzeitarchivierung aus? Irgendwelche Garantien? Urheberrechte und AGBs? Datenmigration unmöglich?

Wie es nach den Anfragen zum Thema Apple-Vertrag während der letzten Sitzung des Akademischen Senats weitergeht, kann hier noch nicht gesagt sein. Doch hier ein Versuch des Rückblicks auf Medienberichte zur Affäre „Digitale Vorlesungen nur über iTunes“.

Über das Für und Wider und die Hintergründe sollen die folgenden Verlinkungen zu Wort kommen. Dass es so viele werden, hätten manche anfangs bestimmt nicht erwartet. War es doch eher verwunderlich, was dem Präsidium wieder für neue Scheiße eingefallen ist. Also den Windmühlenkampf verlassen und woanders wichtigere Prioritäten setzen.
Doch manche haben reingehauen, dieses Schreiben publik gemacht und langsam diese Welle verursacht (bestimmt gab es noch mehr):

  • 06.03.2013 Netzpolitik »Kein Open Education aber iTunes U: E-Learning-Strategien deutscher Universitäten
  • 13.3.2013 Golem »Lehrinhalte nur über iTunes«
  • 13.03.2013 taz/digitaz »Nicht ohne meinen Apfel«
  • 13.03.2013 Tagesspiegel »Fesselt sich die FU an Apple?«
  • 13.03.2013 Mail von Boris Kraut »Grundfragen Multimedialen Lehrens und Lernens (GML) vs. iTunes U«
  • 14.03.2013 TagesWEBschau »Vorlesungen der FU Berlin bei iTunes U«
  • 14.03.2013 Anatol Stefanowitsch »<strike>Freie</strike> iTunes Universität Berlin?«
  • 14.03.2013 FU Berlin »Erklärung zum geplanten Einsatz von iTunes U an der Freien Universität Berlin – Missverständliche Darstellungen in Medien«
  • 15.03.2013 Anatol Stefanowitsch »iTunes U und die Freie Universität: Keine Entwarnung«
  • 15.03.2013 taz »Hochschule kooperiert mit Apple: Exklusives Datengeschenk«
  • 15.03.2013 AStA FU »„F“U-Kanzler Lange in Erklärungsnot: „Freie“ Universität täuscht offenbar bei der exklusiven Kooperation mit Apple Medien und Öffentlichkeit«
  • 18.03.2013 Deutschlandfunk »Studierende fühlen sich veräppelt«
  • 18.03.2013 Netzpolitik »Digitale Lehrinhalte nur bei iTunes U? FU Berlin rudert zurück [Update]«
  • 25.03.2013 cspannagel »Gastbeitrag: Alternative zu iTunes U und Co.«

Gerade hängt es also etwas in der Luft, wie es weitergeht. Der Alleingang der Unileitung war ein Kurzschluss im Anblick des Reichtums, Ruhms und der werbungsgefolgten Hippness des Apple-Konzerns. Die ersten fachbereichtsinternen studentischen Meinungskundgebungen wurden durch Jochen Schiller mit diesen Argumenten beantwortet:

1. Wird es immer Systeme geben, die auf der einen und nicht auf der
anderen Plattform verfügbar sind
2. iTunes läuft unter Linux, gibt es genügend Hinweise, wie das geht
3. Flash läuft nicht auf meinem Tablet, ja so ist das eben – es gibt
genügend workarounds – darf die Uni nun keine Flash-Inhalte anbieten?
Campus Management läuft nicht sauber auf meinem Handy bzw. Tablet,
Blackboard ebenso wenig…
4. iTunesU ist EINE weitere MÖGLICHE Verbreitungsvariante für Inhalte –
nicht DIE offizielle, EINZIGE Plattform (hier wird weiterhin zB blackboard
eingesetzt, welche das unsichere Java verwendet, welches propritär von
einer Firma Oracle mehr schlecht als recht weiterentwickelt/gefixt wird)
5. Weitere Plattformen werden zu gegebener Zeit sicher auch diskutiert –
allerdings gibt es derzeit keine _wirklichen_ Alternativen (einfach einmal
schauen, was andere Unis so machen).

Doch die vielfältigen Berichte geben der Kritik Recht; bringen den Fokus auch auf die Thematik Open Access. Vermehrt schloss sich die FU dem Open-Acess-Standpunkt an (Berliner Erklärung zum Open-Access), kapiert hat es die Leitung anscheinend immer noch nicht. Aber die Erwartungshaltung, dass alle Leute halt Windows/MacOS kaufen müssen, wenn sie ihr Studium ernst nehmen wollen, passt schön zur Exzellenzuni.

Was bleibt zu wünschen? Wie wäre es mit der Verwendung der Lösung Opencast Matterhorn (Open Source), die sowohl den Produktionsprozess einbeschließt als auch eine Auslieferung an YouTube und iTunes U ermöglicht. Wenn die CeDiS selbst Open Access Journals hostet, warum dann nicht auch Videos? Besser als Millionen für SAP-brokenware zu verschwenden oder mit Apple ein US-Unternehmen zu beauftragen. Die Patentfrage für z.B. H.264 steht ab 2016 auch wieder im Raum. Viele Unis benutzen auch eigene mehr oder weniger schicke Platformen, teilweise mit HTML5-Playern, oder schlossen sich edX, Open Courseware oder Coursera an.

Jan
31

Am 23.01.2013 hat Peter-André Alt, Präsident der „Freien“ Universität zu
Berlin, die Polizei auf den Campus gerufen um kritische Studierende von
der Teilnahme an einer Sitzung des höchsten akademischen Gremiums – dem
Akademischen Senat (AS) – fernzuhalten und die umstrittene
Rahmenstudien- und Prüfungsordnung (RSPO) zu beschließen.

Studierende hatten bereits seit Monaten auf die Studierendenfeindlichen
Inhalte der RSPO und den intransparenten und undemokratischen Entwurfsprozess hingewiesen.
Immer wieder kritisierten sie auch die undemokratische Zusammensetzung
des Akademischen Senats, in dem 33.000 Studierende von 4 Studierenden
vertreten werden, während ganze 13 Professor_innen die gerade mal knapp
300 Dozent_innen an der „F“U repräsentieren. Somit hat die Statusgruppe
der Professor_innen immer eine 51% Mehrheit im AS.

Oftmals ist es aber nicht einmal mehr dieses höchste Gremium, dass
Entscheidungen trifft – seit 1998 hat das Präsidium der „F“U mit Hilfe
der sogenannten Erprobungsklauseln immer mehr Macht und Kompetenzen auf
sich vereint und trifft so Entscheidungen immer wieder gänzlich ohne den AS.

Nachdem Universitätspräsident Peter-André Alt bereits im vergangenen
Jahr die Polizei rief, um ein von Studierenden besetztes Seminarzentrum
räumen zu lassen, macht seine Entscheidung vom 23.01., drei
Polizeihunderschaften mit der Sicherung einer eigentlich öffentlichen
Sitzung zu beauftragen, nur einmal mehr deutlich, dass er seine
wirtschaftsorientierte und studierendenfeindliche Politik bei Kritik
auch mit Gewalt durchzusetzen gedenkt.

Lassen wir uns das nicht länger gefallen! Verhindern wir die
Studierendenfeindliche RSPO! Wehren wir uns gegen Polizeiwillkür und
Repression auf dem Campus! Erstreiten wir endlich echte Demokratie an
der Uni!

Blockieren wir die Sitzung des Akademischen Senats am 6.2 – Für eine
„Freie“ Uni, die diesen Namen verdient!

Gemeinsam wollen wir uns in einem Akt des Zivilen Ungehorsam Zutritt zur
Sitzung des AS verschaffen oder die Sitzung mit Sitzblockaden verhindern!
Friedlich, massenhaft, solidarisch, basisdemokratisch!

Jan
30

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Mittwoch, den 23.1., hat das Präsidium der FU Berlin einen massiven
Polizeieinsatz zur Sicherung der Sitzung des Akademischen Senats
veranlasst.

Wir sind erschrocken und empört über diese Nachricht. Ein derartiges
Vorgehen verurteilen wir als absolut unangemessen.

Uns ist bewusst, dass es in der Diskussion um die neue Rahmenstudien- und
Prüfungsordnung (RSPO) erhebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den
im Akademischen Senat vertretenen Gruppen gibt. Wir sind uns ebenfalls
darüber im Klaren, dass in der Vergangenheit bereits eine Sitzung des
akademischen Senats durch Protestierende verhindert wurde.

Keine noch so schwierige und festgefahrene Diskussion in einem Gremium der
akademischen Selbstverwaltung rechtfertigt jedoch einen solchen Einsatz.
Gerade, dass es als notwendig empfunden wird, die Sitzung in dieser Weise
abzusichern, zeigt, dass die RSPO in ihrer aktuellen Fassung nicht
beschlussfähig ist.

Wir fordern das Präsidium zu einem fairen, demokratischen und gewaltfreien
Dialog auf, der erst endet, wenn ein Kompromiss gefunden wurde. Bitte
setzen Sie sich ernsthaft und ergebnisoffen mit den gerechtfertigten
Bedenken, die gegen den RSPO-Entwurf geäußert werden, auseinander.

mit verärgerten Grüßen
Fachschaftsinitiative Mathematik
Fachschaftsrat Bioinformatik
Fachschaftsinitiative Informatik

Jan
23

Seit ein paar Tagen gibt es zu den Wahlen an der Uni auch Ergebnisse:

Studierendenparlament (StuPa)
Aka­de­mi­scher Senat (AS)

Die FSI Informatik freut sich über die zwei Sitze im StuPa und einen Sitz im AS für die gemeinsame Liste der Fachschaftsinitiativen.

Jan
21

Aufruf der FSI wiwiss:

Am kommenden Mittwoch (23.01.), 15 Uhr steht in der Sitzung des Akademischen Senats im Henry-Ford-Bau (AS-Sitzungssaal im Obergeschoss) die Rahmenstudien- und -prüfungsordnung als BESCHLUSSPUNKT auf der Tagesordnung. Somit droht die RSPO am Mittwoch verabschiedet zu werden. Ein studentisches Gruppenveto könnte diesen Beschluss dann nur noch bis in den Februar aufschieben.

Daher rufen wir alle, die eine Beschränkung auf zwei Wiederholungsversuche bei Prüfungen, Anwesenheitspflicht und maximalen Prüfungs- und Leistungsdruck nicht für ideale Rahmenbedingungen für ihr Studium und das anderer Menschen halten, dazu auf, am Mittwoch in die (öffentliche!) Sitzung zu kommen und diese Position klar zu vertreten.

Zwecks kurzer studentischer Absprache möchten wir uns um 14:30 UHR VOR DEM SITZUNGSSAAL treffen.

Wir alle wissen, dass die Prüfungszeit näher rückt. Trotzdem und gerade deswegen ist es wichtig, weiterhin Druck auszuüben, damit die Prüfungsphase in Zukunft nicht von Studis auf einer kollektiven Ritalinwelle durchlebt werden muss.  Kommt alle und leitet diese Informationen weiter

Nov
15

Nach einer gut besuchten studentischen Vollversammlung mit etwa 700
Studierenden* haben etwa 300 Studierende den Henry-Ford-Bau der „Freien
Universität“ besetzt. Sie verhinderten damit eine Sitzung des Akademischen
Senats (AS) und halten gerade ein großes Plenum im Sitzungssaal ab. Das
Präsidium hat versichert, daß die Sitzung daher heute nicht stattfinden
werde. Dies ist bereits ein erster Erfolg des studentischen Protests, den
es so lange nicht gegeben hatte.

Protestiert wird dagegen, daß heute um 15.00 im AS eine neue
Rahmenstudien- und prüfungsordnung (RSPO) beschlossen werden sollte. Die
Zwangsberatung würde damit in Kraft bleiben, die Wiederholungen erstmals
FU-weit beschränkt werden und die Anwesenheitspflicht effektiv fort
geführt. Damit wird das FU-Präsidium nach wie vor in großen Teilen nicht
der studentischen Realität gerecht. Die FU ist Jahre lang ohne Flächen
deckende Prüfungsbeschränkungen ausgekommen. Nun wird mit Hochdruck und
und gegen alle studentischen Proteste ein entsprechender „Sachzwang“
suggeriert. Dies zeigt auch ein ungezähltes Mal, wohin eine nicht
vorhandene Universitäts-Demokratie führt.**

Das Präsidium weigert sich so mit seinem RSPO-Entwurf weiterhin, die
durchaus vorhandenen Spielräume des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG)
zur spürbaren Erleichterung der Studienbedingungen und Senkung der
Prüfungs- und Notenlast zu nutzen. Anstatt die sogar bestehenden
Verpflichtungen der FU zur Studienerleichterung umzusetzen, die sich
insbesondere aus § 22 Abs. 2 und 4 sowie aus § 33 Abs. 2 BerlHG ergeben,
umzusetzen, sieht das Präsidium mit den geplanten Regelungen weiterhin
studierendenfeindliche Maßnahmen vor.

Eben so soll § 13 der FU-Satzung für Studienangelegenheiten (SfS) nach
Maßgabe des Präsidiums nach Beschluß einer RSPO weiterhin gelten. Die
dortigen Zwangs-Regelungen finden auf alle FU-Studierenden Anwendung. Auch
verstößt das Präsidium mit § 9 der weiter geltenden SfS und mit § 11 Abs.
3 des RSPO-Entwurfs gegen das Berliner Hochschulgesetz, das verbindlich
ein Teilzeitstudium ermöglicht.

Nov
11

Liebe Alle,

mitten in den einwöchigen »Global Education Strike« und die »Global
Education Week« sowie auf den Tag des Generalstreiks in Südeuropa – bei
dem es nicht zuletzt um Bildungsfragen geht – fällt passend unsere

Vollversammlung der FU-Studierenden am

Mittwoch, den 14.11. ab 12 Uhr (Hörsaal 1a, Silberlaube/Habelschwerdter Allee 45)

und die für den gleichen Nachmittag im Henry-Ford-Bau angesetzte Sitzung
des Akademischen Senats (ab 15 Uhr), bei der die Rahmenstudien- und
-prüfungsordnung (RSPO) als Beschlusspunkt auf der Tagesordnung steht.

Falls ihr Facebook nutzt, teilt euren Freund_innen bitte eure Teilnahme an
der VV mit:
http://www.facebook.com/events/350789028351032/ – und ladet sie am besten
direkt dazu ein.

Allen anderen gebt die frohe Botschaft bitte auf anderem Wege weiter! Nur
gemeinsam können wir etwas erreichen.

Wie immer gilt: Während der VV kann euch niemand zur Anwesenheit in
Lehrveranstaltungen zwingen!
Die VV ist das höchste Organ studentischer Selbstverwaltung, durch eure
Teilnahme dürfen euch keine Nachteile im Studium entstehen (vgl. Berliner
Hochschulgesetz § 19, § 44 (2)).

—————
Ohne die größeren Zusammenhänge, in denen ganz grundlegender
Bildungsprotest 2012 nach wie vor notwendig ist, aus dem Auge verlieren zu
wollen – hier noch einmal die Zusammenfassung unserer Forderungen in Bezug
auf die RSPO:

1. Keine Beschränkung der möglichen Prüfungswiederholungen

Für die vorgesehene Beschränkung auf 2-3 Wiederholungen gibt es keine
Begründung. Seit Jahren gibt es in den meisten Fächern keine Beschränkung,
ohne, dass deshalb Prüfungen nicht ernst genommen würden. Nach dem letzten
gescheiterten Prüfungsversuch folgt die Zwangsexmatrikulation und das Fach
kann bundesweit nicht wieder studiert werden.

2. Keine Zwangsauflagen und -exmatrikulation für Studierende

Entgegen der Regelung im Berliner Hochschulgesetz würden nach aktuellem
Stand Zwangsberatung und -exmatrikulation zwar nicht durch die RSPO, aber
durch die weiter geltende Satzung für Studienangelegenheiten (SfS) weiter
praktiziert werden.

3. Keine Anwesenheitspflicht

Das Präsidium behauptet, Anwesenheitspflicht sei nur in begründeten
Ausnahmefällen vorgesehen – die RSPO würde aber zur flächendeckenden
(Wieder-)Einführung und weiteren Verschulung des Studiums führen.

4. Studentische Lebensrealitäten anerkennen – Teilzeitstudium jetzt!

Die Weigerung des Präsidiums, geltendes Recht umzusetzen (die FU muss ein
Teilzeitstudium anbieten), schikaniert unnötig insb. ohnehin sozial
Benachteiligte, die aus diversen Gründen (Kinder, Arbeit, Krankheit, …)
nicht in Vollzeit studieren können.

5. Recht auf Fertigstellung von Abschlussarbeiten

Die RSPO begrenzt die Verlängerung von Bearbeitungsfristen im
Krankheitsfall auf max. 33% (4 Wo. bei einer Bachelorarbeit) – danach
müsste eine komplett neue Arbeit angefertigt werden. Das benachteiligt
insbesondere chronisch Kranke, aber z.B. auch Unfallopfer.

6. 25 statt 30 Arbeitsstunden pro Leistungspunkt

Das Gesetz lässt für die Leistungspunktbemessung einen Spielraum von
25-30 Std. pro LP – 25 statt wie bisher 30 wäre eine erhebliche
Erleichterung im gesamten Studium.

7. Prüfungs- und notenfreier Anteil von 25% des Studiums – individuell
wählbar

Statt eines problematischen notenfreien ABV-Bereichs sollten Studis selbst
entscheiden können, welche Module sie notenfrei belegen möchten.

8. Studium Generale statt ABV

Freie Auswahl aus dem gesamten FU-Lehrangebot für mindestens 20% des
Studiums statt ABV – für ein selbstbestimmtes, interdisziplinäres Studium
statt Tunnelblick und Fachidiotie.

———————
Eine ausführlichere Version mit zusätzlichen relevanten Punkten sowie
allen Paragraphenreferenzen findet ihr unter:
http://tinyurl.com/rspo-kritik

Ein letztes offenes Vorbereitungstreffen findet am Dienstag (13.11.) ab 16
Uhr im Mensafoyer in der Silberlaube statt. Kommt und bringt euch ein!

Wir sehen uns noch diese Woche!

Das Bildungsprotestplenum

Mai
31

Am 20. Juni soll in der Sitzung des Akademischen Senats über die Rahemenstudien- und -prüfungsordnung abgestimmt werden. Der endgültige Entwurf wurde den Mitgliedern dieses Gremiums bereits zugeschickt. Damit gibt es erstmals einen offiziellen Entwurf der RSPO.

Die Befürchtung vieler Studierender ist, dass ihre Kritik an der geplanten Ordnung nicht gehört und der Entwurf einfach abgenickt wird. Um dies zu verhindern und möglichst viele Studierende zu informieren soll am 6. Juni um 14 Uhr eine uniweite Vollversammlung im Hörsaal 1A stattfinden.

Die Teilnahme an einer Vollversammlung muss Studierenden grundsätzlich ermöglicht werden. Ihr könnt eure Vorlesungen und Seminare also guten Gewissens ausfallen lassen und an der VV teilnehmen.

Es steht einiges auf dem Spiel: Anwesenheitspflicht, nur noch drei Versuche pro Prüfung und Zwangsberatung mit Auflagen sind nur einige der geplanten Änderungen.

Mehr Informationen zur RSPO gibt es auch unter http://tobib.spline.de/fubook

Jan
02

Liebe Studierende,

vom 10.1.2012 bis zum 12.1.2012 finden an der Freien Universität die
Wahlen zur Studentischen Selbstverwaltung statt. Gewählt werden das
Studierendenparlament und die Fachschaftsräte. Das Wahllokal für den
Fachbereich Mathematik/Informatik befindet sich in der Teeküche der
Arnimallee 3.

Um euch einen Überblick über die Studentische Selbstverwaltung, ihre
Möglichkeiten und Grenzen zu geben, veranstalten wir, die FSI
Informatik, am 4.1.2012 um 18.00 Uhr einen keinen Vortrag zu selbigem
Thema. Der Vortrag findet im Aufenthaltsraum im Keller des
Informatikinstituts statt. Ihr seid herzlich eingeladen euch zu
informieren und mit uns die Studentische Selbstverwaltung zu
diskutieren.

Wir freuen uns auf euer Kommen.
FSI Informatik (Liste 27)